Siebenzeilige Schrift, darunter Stern, in Ornamenteinfassung.
Rückseite (Legende):
LUDWIG II KOENIG VON BAYERN SOPHIE CHARLOTTE HERZOGIN IN BAYERN VERMAEHLT AM 28 NOVEMBER 1867
Kommentar:
König Ludwig II., der 1864 seinem früh verstorbenen Vater nachfolgte, war wohl die schillerndste Persönlichkeit auf dem bayerischen Königsthron. Für diese Einschätzung ist jedoch nicht sein eher zurückhaltendes Regierungshandeln verantwortlich, sondern seine großen und äußerst kostspieligen Bauprojekte. Zu diesen Bauprojekten zählen u.a. die Schlösser Neuschwanstein, Herrenchiemsee und Linderhof, die den Staatshaushalt Bayerns auf das Äußerste strapazieren sollten. Auch die Förderung der Kunst Richard Wagners ließ sich der König viel Geld kosten. Zum Mythos wurde er jedoch erst durch seinen frühen Tod im Starnberger See, nur wenige Tage nach dem er durch die Regierung entmündigt worden war. Die größte politische Bedeutung sollte sein formaler Beitrag zur Gründung des Deutschen Reichs 1871 sein, da er es war, der in einem Brief König Wilhelm von Preußen die Kaiserkrone antrug. Diese Medaille ist die offizielle, vom Königshof genehmigte Medaille auf die geplante Hochzeit Ludwigs II. mit Herzogin Sophie Charlotte in Bayern. Da die Eheschließung jedoch nie stattfand, wurde wohl nicht die ganze geplante Stückzahl in den Verkehr gebracht.
Nominal/Objektbezeichnung:
Medaille
Material:
Metalle/Silber
Technische Daten:
Durchmesser: 47,1 mm
Gewicht: 35,06 g
Stempelstellung: 12 h
Klose, Dietrich O. A.
Ludwig II., König von Bayern,
sein Leben und Wirken auf Medaillen und Münzen ; Ausstellung zum 150. Geburtstag ; [vom 04.05.1995 bis 13.08.1995 in der Staatlichen Münzsammlung München],
1995,
Seite/Nr.: 28
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